Klassenspiel 8. Klasse

Wie wir das Theaterstück „Der Geizige“ meisterten

Schon nach wenigen Minuten war sich die gesamte 8. Klasse einig: Das Theaterstück, welches wir im Frühjahr 2016 auf die Bühne bringen mussten, sollte auf jeden Fall lustig werden. Ein ernstes, trauriges Stück zu spielen, war für uns nicht wirklich ein Anreiz, unter anderem auch, weil man sich schwer vorstellen konnte, dass wir so lange ernst bei der Sache bleiben würden.

Schon bald stolperten wir über das Stück „Der Geizige“ von Molière. Auch andere Komödien standen zur Auswahl, aber die Mehrheit der Klasse entschied sich für diese. Bereits beim Lesen des Stückes mussten wir oft lachen und sehr schnell schlichen sich auch Lieblinge für manche Rollen ein. Und als diese schließlich verteilt waren, konnten wir es kaum erwarten, endlich mit den Proben zu beginnen. Nur leider stand da noch das Problem mit dem Textlernen im Weg: Zwar freute man sich auf das Spielen, aber die Aussicht, in den Winterferien teilweise etliche Seiten auswendig lernen zu müssen, war nicht für jeden so verlockend.

Erholt und mit (teilweise) gelerntem Text ging es an die Proben, und man merkte früh, wie schwer es doch war, seine Rolle gut zu spielen und den Erwartungen gerecht zu werden. So eine Schauspielerin oder ein Schauspieler fällt ja nicht vom Himmel.

Während man sich an seine Rolle gewöhnte, mussten auch noch Kostüme und Bühnenbild gestaltet sowie Plakate entworfen werden.

Nach Karneval wurde es dann ernst. Die Intensivproben begannen und es wurde immer mehr auf Einzelheiten geachtet. Aber die meisten machten die Erfahrung, dass es sich mit Kostüm und Bühnenbild viel leichter in die Rolle einfinden ließ. Die Zweifel der Lehrer und auch von uns, dass wir es nicht rechtzeitig schaffen würden, lösten sich langsam in Luft auf und die Proben verliefen immer besser.