Das Experiment

Das „Stanford-Prison-Experiment“ fand 1971 unter der Leitung von Philip Zimbardo in Kalifornien statt. Zimbardo simulierte an der Stanford- Universität eine Gefängnissituation, die untersuchen sollte, wie sich das Verhalten „normaler“ Menschen unter Gefängnisbedingungen verändert. Die freiwilligen Probanden wurden in Häftlings- und Wärterrollen eingeteilt und mussten nun mit unbekannten, oft prekären Situationen ohne Hilfe zurechtkommen. Eine solche Situation war z.B. ein Aufstand der Häftlinge, der sofortige Handlungen von den Wärtern erforderte. Es konnten schon nach wenigen Tagen drastische Veränderungen in der Psyche und im Verhalten beider Gruppen festgestellt werden.

Das Theaterstück orientiert sich an dem echten „Stanford-Prison-Experiment“ sowie an dem Film „Das Experiment“ von Oliver Hirschbiegel aus dem Jahre 2001. Zudem wird die die Thematik der „Banalität des Bösen“ nach Hannah Arendt im Theaterstück be- und verarbeitet, die sich u. a. mit der Frage auseinandersetzt hat, unter welchen Umständen normale Menschen dazu gebracht werden können andere umzubringen.