Johannifest 2017

Sommerleuchten

Vor Eifer glühende Gesichter, das Knistern und Knacken des Feuers, Sommerlieder in der Abendsonne – mit dem Johannifest am 23. Juni hat unsere Schulgemeinschaft den Höhepunkt des Jahres gefeiert.

In der Natur blüht und wächst jetzt alles, überall summt und sirrt es. Auch im großen Saal brummte es beim kurzen Festakt zum Johannifest unaufhörlich, denn die Energie der Kinder ist zu dieser Jahreszeit genauso wenig zu bändigen wie die der Natur. Die Schülerinnen und Schüler der ersten bis siebten Klasse konnten es nicht erwarten, nach Draußen zu kommen. Beim Sackhüpfen, Dosenwerfen, Eierlaufen und anderen Geschicklichkeitsspielen verbrauchten die einen kleinen Teil dieser Energie – um am großen Fingerfood-Buffet gleich wieder aufzutanken für den Höhepunkt des Festes: Das gemeinsame Entzünden des Johannifeuers. Sobald es weit genug herunter gebrannt war, sprangen mutige Kinder – und ihre Eltern – unermüdlich über das Feuer, fast bis in die Dämmerung hinein. Der Stolz über den geglückten Sprung und den eigenen Mut brachte die Gesichter förmlich zum Leuchten.

Der Johannitag am 24. Juni erinnert in der christlichen Tradition an den Geburtstag von Johannes dem Täufer, dem Verkünder Christus, und hängt eng mit der Sommersonnenwende am 21./22. Juni zusammen. Dieser längste Tag steht im Jahreskreis genau dem 24. Dezember gegenüber. Seit Jahrhunderten feierten viele Völker diese Zeit mit Sonnenwend- oder Mittsommerfeuern. Man glaubte, das Feuer reinige von bösen Geistern und Krankheiten. Ein Sprung über das Feuer verleiht Mut, Kraft, Glück und soll die Liebe „glühend“ halten.